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Satzungen

Vorbemerkung: Alle Personenbezeichnungen die in den Statuten sprachlich in der männlichen Form verwendet wurden, gelten sinngemäß auch für weibliche Formen.

§ 1 Name, Sitz und Tätigkeitsbereich

Der Verein führt den Namen MONTANHISTORISCHER VEREIN ÖSTERREICH (MHVÖ) und hat seinen Sitz in Leoben. Die englische Übersetzung lautet Austrian Society for History of Mining and Metallurgy. Seine Tätigkeit ist gemeinnützig, nicht auf Gewinn ausgerichtet und erstreckt sich insbesondere auf das Gebiet der Republik Österreich.

§ 2 Zweck

Der Zweck des Vereins ist die historisch-wissenschaftliche Bearbeitung des Berg-, Erdöl- und Hüttenwesens in technischer, sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht.
Dies geschieht durch:

  1. Fachliche und wissenschaftliche Arbeit zur Erfüllung des Vereinszweckes und  Unterstützung der zweckentsprechenden Arbeiten der Vereinsmitglieder und regionaler Arbeitsgruppen sowie des Gedanken- und Erfahrungsaustausches zwischen montanhistorischen Fachleuten des In- und Auslandes.
  2. Zusammenarbeit mit Universitäten, anderen Lehr- und Forschungsanstalten, Bibliotheken und Museen sowie mit Institutionen und Vereinen zweckdienlicher Ausrichtung.
  3. Gemeinschaftsarbeit in Fachausschüssen und Arbeitskreisen zur Behandlung spezieller montanhistorischer Fragen. Nichtmitglieder des MHVÖ, Vereine und Arbeitsgruppen können dem Vereinszweck entsprechend in Fachausschüsse und Arbeitskreise aufgenommen werden.
  4. Bestandsaufnahme, Katalogisierung und wissenschaftliche Bearbeitung montanhistorischer Anlagen, Einrichtungen, Geräte, Pläne und Schriftstücke     sowie deren Sicherung für die Zukunft.
  5. Erstellung von Gutachten und Empfehlungen zur Erhaltung montanhistorischen Kulturgutes für Gemeinden, Länder und Behörden sowie Stellungnahmen zu einschlägiger Forschungsvorhaben, Auszeichnungen und Ehrungen.
  6. Herausgabe eines eigenen Schrifttums sowie Veranlassung von Veröffentlichungen auf montanhistorischem Gebiet.
  7. Veranstaltung von Vorträgen, Tagungen und Fachkursen sowie einschlägigen Exkursionen und Studienreisen. Der Verein kann mit Anderen auch als Mitveranstalter auftreten.
  8. Jugend- und Erwachsenenbildung, insbesondere dadurch, dass Veranstaltungen öffentlich zugänglich gemacht werden und der Bezug von Veröffentlichungen nicht an die Mitgliedschaft im MHVÖ gebunden ist.
  9. Zusammenarbeit mit Betrieben der Montanindustrie.
  10. Bei Wahrung der satzungsgemäßen Eigenständigkeit kann der Verein zur Erreichung seines Zweckes mit ähnlichen kultur- und technikgeschichtlichen Vereinigungen zusammenarbeiten bzw. sich ihnen anschließen.

§ 3 Geldmittel und Vermögen

Die Geldmittel werden beschafft durch:

  1. Mitgliedsbeiträge
  2. Subventionen von Bund, Ländern, Gemeinden, Institutionen, Firmen etc.
  3. Stiftungen und freiwillige Spenden
  4. Geschenke, letztwillige Verfügungen und sonstige Zuwendungen.

Sämtliche einlaufende Geldmittel dürfen nur im Sinne des Vereinszweckes verwendet werden. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 4 Mitgliedschaft

Mitglieder des Vereins können physische und juristische Personen sein.
Die Mitgliedschaft gliedert sich in:
a.) ordentliche Mitglieder, welche die Tätigkeit des Vereins im Sinne des § 2 der Statuten unterstützen und an allen Rechten und Pflichten des Vereinslebens teilnehmen,
b.) fördernde Mitglieder, welche den Verein finanziell oder ideell unterstützen.
c.) Ehrenmitglieder (§ 14)
Über die Aufnahme der ordentlichen und der fördernden Mitglieder entscheidet das Präsidium des Vereins. Die Aufnahme von Mitgliedern kann ohne Angabe von Gründen abgelehnt werden; dem Bewerber stehen keine Rechtsmittel zu.

§ 5 Rechte und Pflichten der Mitglieder

Die ordentlichen Mitglieder besitzen das Stimmrecht in der Generalversammlung sowie das aktive und passive Wahlrecht; sie sind berechtigt, Anträge zu stellen. Fördernde Mitglieder können durch Bevollmächtigung einer physischen Person das aktive Wahlrecht ausüben und Anträge stellen. Alle Mitglieder haben die Pflicht, den Vereinszweck zu fördern, ebenso haben sie pünktlich den von der Generalversammlung festgesetzten Mitgliedsbeitrag zu leisten. Wird der Mitgliedsbeitrag nach zweimaliger Mahnung nicht entrichtet, erlischt die Mitgliedschaft.

§ 6 Austritt aus dem Verein

Jedes Mitglied kann jederzeit aus dem Verein austreten. Die Mitteilung hierüber ist dem Verein spätestens zum 1. Dezember des Jahres schriftlich zuzuleiten. Auf eine Rückvergütung eingezahlter Mitgliedsbeiträge hat das austretende Mitglied keinen Anspruch.

§ 7 Ausschluss aus dem Verein

Ein Mitglied, welches das Ansehen des Vereins schädigt oder gegen die Statuten verstößt, kann vom Vorstand bei Anwesenheit von mindestens der Hälfte der Mitglieder des Vorstandes mit Zweidrittelmehrheit ausgeschlossen werden.

§ 8 Organe des Vereins

Die Organe des Vereins sind:

  • Generalversammlung
  • Vorstand
  • Präsidium
  • Rechnungsprüfer
  • Schiedsgericht

§ 9 Generalversammlung

Alljährlich hat das Präsidium des Vereins die Generalversammlung auszuschreiben. In dringenden Fällen kann das Präsidium eine außerordentliche Generalversammlung jederzeit einberufen. Der Präsident des Vereins muss eine solche einberufen, wenn dies die Rechnungsprüfer oder 1/10 der Mitglieder verlangen.

Die Einberufung der Generalversammlung hat spätestens 2 Wochen vorher mit der genauen Tagesordnung, welche Zeit und Ort enthalten muss, zu erfolgen. Die statutengemäß einberufene Generalversammlung ist auf alle Fälle beschlussfähig, gleichgültig, wie viele Mitglieder anwesend sind. Alle Beschlüsse der Generalversammlung, ausgenommen Beschlüsse nach § 10 lit. i.) und j.) sind mit einfacher Stimmenmehrheit zu fassen: bei Stimmengleichheit entscheidet der Präsident bzw. in seiner Vertretung der an Funktionsjahren älteste Vizepräsident als Vorsitzender. Beschlüsse nach § 10 lit. i.) und j.) bedürfen der Zweidrittelmehrheit.

Anträge an die Generalversammlung sind schriftlich spätestens 3 Tage vor der Generalversammlung beim Präsidium des Vereins einzubringen. Das den juristischen Personen zustehende Stimmrecht wird durch einen bevollmächtigten Vertreter ausgeübt.

§ 10 Aufgaben der ordentlichen Generalversammlung

Der ordentlichen Generalversammlung ist vorbehalten:

  • Entgegennahme des Rechnungsabschlusses sowie des Rechenschaftsberichtes und die Beschlussfassung hierüber unter Einbindung der Rechnungsprüfer
  • Erteilung der Entlastung des Kassiers
  • Festsetzung des Mitgliedsbeitrages
  • Wahl des Präsidiums des Vereins
  • Wahl des Vorstandes des Vereins
  • Wahl zweier Rechnungsprüfer, die nicht dem Vorstand angehören dürfen
  • Ernennung von Ehrenpräsidenten und Ehrenmitgliedern
  • Beratung eingebrachter Anträge und Beschlussfassung hierüber
  • Beschlussfassung über Statutenänderungen
  • Beschlussfassung über Auflösung des Vereins

§ 11 Vorstand

Der Vorstand wird von der Generalversammlung für die Dauer von 3 Jahren gewählt. Der Vorstand besteht aus mindestens 12 Mitgliedern. Die Mitglieder des Präsidiums gehören dem Vorstand jedenfalls an. Er tritt mindestens einmal jährlich zusammen.
Die Vorstandsmitglieder haben folgende Aufgaben:

  • Vertretung der Interessen des Vereins im beruflichen Umfeld
  • Hilfestellung bei der Erlangung von Subventionen
  • Unterstützung der wissenschaftlichen Arbeiten des Vereins
  • Erstellung des Jahresvoranschlags sowie Abfassung des Rechenschaftsberichts und des Rechnungsabschlusses (=Rechnungslegung).

Die Funktionsperiode beginnt und endet mit dem Abschluss der jeweiligen ordentlichen Generalversammlung. Die Wiederwahl der Vorstandsmitglieder ist statthaft. Sinkt während der Funktionsperiode durch Ausscheiden von Vorstandsmitgliedern ihre Anzahl unter 12, so kann der Vorstand ordentliche Mitglieder bis zur nächsten Generalversammlung kooptieren.

Die Einberufung des Vorstandes hat unter Wahrung einer achttägigen Frist mit Angabe der Tagesordnung durch den Präsidenten zu erfolgen. Der Präsident hat den Vorstand ebenfalls einzuberufen, wenn dies mindestens 3 Vorstandsmitglieder verlangen. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens 6 Mitglieder, davon der Präsident oder einer der Vizepräsidenten anwesend sind. Die Beschlüsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst, soweit diese Satzungen nichts anderes vorsehen. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Vorsitzende. Vorstandsmitglieder, die verhindert sind, an den Sitzungen teilzunehmen, können ihr Stimmrecht durch schriftliche Mitteilung auf ein anderes Mitglied des Vorstandes übertragen. Zulässig sind auch schriftliche Umlaufbeschlüsse.

Der Präsident vertritt den Verein nach außen. Im Falle seiner Verhinderung vertritt ihn der nach Funktionsjahren älteste Vizepräsident.
Zeichnungsberechtigt für den Verein ist der Präsident oder in seiner Vertretung einer der Vizepräsidenten, jeweils gemeinsam mit dem Geschäftsführer oder seinem Stellvertreter. In finanziellen Angelegenheiten hat der Kassier gegenzuzeichnen.

§ 12 Präsidium

Das Präsidium setzt sich zusammen aus:

  • dem Präsidenten
  • zwei bis vier Vizepräsidenten
  • dem Geschäftsführer
  • dem Schriftleiter der Zeitschrift „res montanarum“
  • dem Kassier
  • im Bedarfsfalle Stellvertreter für den Geschäftsführer und Kassier

Das Präsidium hat folgende Aufgaben:

  • die verantwortliche Führung des Vereins
  • Abwicklung laufender Vereinsgeschäfte
  • Entscheidung über Aufnahme bzw. Ausschluss von Mitgliedern
  • Entgegennahme von schriftlichen Austrittsmeldungen
  • Einberufung der ordentlichen und außerordentlichen Generalversammlung

Das Präsidium ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der Mitglieder des Präsidiums anwesend ist. Beschlüsse werden im Präsidium mit einfacher Mehrheit gefasst.

  • § 13 Wissenschaftlicher Beirat

Dieser ist ein beratendes Organ und hat die Aufgabe, grundsätzliche Fragen entsprechend dem Zweck des Vereins nach § 2 der Satzungen nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten zu behandeln. Insbesondere obliegen ihm der Erfahrungsaustausch und die Koordination der Fachausschüsse und Arbeitskreise.
Dem wissenschaftlichen Fachbeirat gehören an:

  • Ein Vizepräsident als Vorsitzender, der durch den Vorstand für jede Funktionsperiode (3 Jahre) neu zu bestellen ist. Wiederbestellung ist möglich. Der Vorsitzende kann im Falle seiner Verhinderung aus dem Kreis des Fachbeirates einen Stellvertreter bestimmen.
  • Der Leiter der Fachausschüsse bzw. Arbeitskreise des Vereins während ihrer Funktionstätigkeit.

Die Bestellung der Arbeitskreise und ihrer Leiter erfolgt durch das Präsidium.
Das Präsidium beschließt mit einfacher Stimmenmehrheit die Geschäftsordnung.

Die Einberufung des wissenschaftlichen Fachbeirates erfolgt durch seinen Vorsitzenden. Er hat außerdem einzuberufen:

  • Auf Wunsch des Vorstandes
  • Wenn dies von mindestens 3 Mitgliedern des wissenschaftlichen Fachbeirates verlangt wird.

Jedes Jahr ist mindestens eine Sitzung des wissenschaftlichen Fachbeirates abzuhalten.

§ 14 Ehrenmitglieder, Ehrenpräsidenten

Zu Ehrenmitgliedern können auf Vorschlag des Präsidiums mit Beschluss der Generalversammlung des Vereins Persönlichkeiten ernannt werden, die sich um die Zwecke des Vereins besonders verdient gemacht haben.
Präsidenten mit besonderen Verdiensten können auf Vorschlag des Vorstandes von der Generalversammlung nach Ausscheiden aus ihrer Funktion zu Ehrenpräsidenten ernannt werden. Sie gehören weiterhin in beratender Funktion dem Vorstand an.

§ 15 Rechnungsprüfer

Den Rechnungsprüfern, die für drei Jahre gewählt werden, obliegen die laufende Geschäftskontrolle und die Überprüfung des Rechnungsabschlusses. Zu diesem Zweck sind sie berechtigt, jederzeit in alle Kassenbücher und Belege Einsicht zu nehmen. Sie haben über das Ergebnis der Überprüfung dem Vorstand und der Generalversammlung zu berichten. Sie dürfen dem Vorstand nicht angehören. Das laufende Geschäftsjahr deckt sich mit dem Kalenderjahr.

§ 16 Schlichtungseinrichtung

In allen aus dem Vereinsverhältnis entstehenden Streitigkeiten, soweit sie nicht sonst wie im Verein geschlichtet werden können, entscheidet eine Schlichtungseinrichtung, welche aus fünf Personen besteht.
Die Schlichtungseinrichtung wird gebildet, indem jeder Streitteil innerhalb von acht Tagen zwei Vereinsmitglieder als Schlichter namhaft macht. Diese wählen mit Stimmenmehrheit als fünften den Obmann der Schlichtungseinrichtung. Kann über die Wahl keine Einigung erzielt werden, so entscheidet unter den Vorgeschlagenen das Los. Die Schlichtungseinrichtung trifft ihre Entscheidung, die endgültig ist, mit einfacher Stimmenmehrheit.
Mitglieder, die sich in einer aus dem Vereinsverhältnis entstandenen Streitigkeit der Schlichtungseinrichtung nicht unterwerfen oder die Entscheidung der Schlichtungseinrichtung  nicht anerkennen, können vom Vorstand aus dem Verein ausgeschlossen werden.

§ 17 Auflösung des Vereins

Die ordentliche Generalversammlung oder eine eigens zu diesem Zweck einberufene außerordentliche Generalversammlung kann nur mit Zweidrittelmehrheit die Auflösung des Vereins beschließen. Im Falle einer freiwilligen Auflösung ist das Vereinsvermögen einem ähnlichen Verein für einen gemeinnützigen Zweck zuzuführen, wobei Exponate und Leihgaben zurückzugeben sind. Im Falle der Auflösung des Vereins, entfällt die Gemeinnützigkeit.

Leoben im August 2005